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Projekt: "Ost-ID" - Räume zur ostdeutschen Identitätsfindung

  • 28. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Stunde

Im Osten Deutschlands erleben wir momentan „Aufbrüche“. Einerseits suchen immer mehr Menschen nach ihrer Identität, andererseits wird das kollektive Trauma der SED-Diktatur spürbarer.

 

Jetzt braucht es Räume, um in einem geschützten Rahmen individuell und zugleich kollektiv Erlebtes zu verarbeiten und zu verdauen, um eine Identitätsfindung zu unterstützen.

 

In der Limus Zukunftsschmiede entwickeln wir verschiedene Formate, um diesbezüglich Gruppenprozesse zu begleiten. Geschehenes kann mitgeteilt werden, Menschen fühlen sich gehört und gesehen und sie lernen, die Vergangenheit zu akzeptieren und zu würdigen. Die Basis bilden trauma-sensible, dialogische, achtsamkeitsbasierte und meditative, kreative Elemente.



Menschen hören einander zu und sprechen miteinander.

 

Folgende Formate wurden modellhaft konzipiert, erprobt und sind übertragbar an andere Orte:

 

1.    Monatliches Erzählcafe „Auf-Bruch-Ost“: Menschen, die im Osten Deutschlands leben, erzählen ihre Lebensgeschichte. Vorbereitend wird ein 2stündiges Interview geführt. Im zweiten Teil des Abends kann durch ein moderiertes Gespräch an Café-Tischen ein Bezug zum eigenen Leben hergestellt werden. Weitere Infos im Podcast „Zwischentonspur- Thüringer Stimmen laut gedreht“ von Lena Liberta: https://open.spotify.com/episode/3J7O6ENeR0QEoHRxGFjDiK?si=y_Tamu0eRACGdHTEmKmrew

 

2.    Selbsthilfegruppe ehemaliger Wochenkrippenkinder (online): im 5-6wöchentlichen Rhythmus treffen sich die TeilnehmerInnen, um Anliegen ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu besprechen. Im Focus stehen der Umgang mit Bindungsstörungen, Aufklärung der Öffentlichkeit über die Folgen dieser Art der Kinderbetreuung in der DDR, sowie gegenseitige Ermutigung und Erfahrungsaustausch.

 

3.    Zur Ausstellung: "Frauen im geteilten Deutschland" kann ein Tagesworkshop gebucht werden, in dem sich Menschen mit Ost- und Westsozialisation begegnen. Biografische Arbeit und moderierte Dialoge ermöglichen, Vorurteile abzubauen und neue Sichtweisen auf die jeweils andere Prägung und Erfahrung entstehen zu lassen. Am Ende schauen wir auf gemeinsame Herausforderungen und Möglichkeiten unserer Gegenwart und Zukunft


4.    Der Tagesworkshop „Mein Potential-meine ostdeutsche Herkunft“ (1,5Tage) legt den Fokus auf die Prägung der Herkunftsfamilie, den individuellen Einflüssen und Ereignisse der Vor-bzw. Nachwendezeit, um anschließend das Potential zu heben, welches daraus erwachsen ist.

 

5.    Biografiekurs "OST_ID" ist ein 6-teiliger Kurs und vertieft die obengenannten Gruppenprozesse. Der Kurs stellt den Bezug zwischen Vergangenheit und Gegenwart, aber auch einen Ausblick in die Zukunft her und arbeitet detailliert an Themenschwerpunkten der eigenen Lebensgeschichte in einem geteilten und wiedervereinten Deutschland. Das kollektiv Erlebte macht den Facettenreichtum der Entwicklung in Ostdeutschland sichtbar und bewirkt bei den Teilnehmenden ein Bewusstwerden von Mustern, Prägungen aber auch der gewonnenen Resilienz.

 

6.    Der Tagesworkshop „2. Generation Ost trifft 3.": ist ein Dialograum, in dem ein Austausch zwischen der 2.Generationen Ost (Geburtsjahrgänge 1952-1974 ) und den Wendekindern (1975 bis 1985) ermöglicht wird, der familiär oft schwierig bis unmöglich ist. Durch diese Begegnung wird eine bessere Integration von Erfahrungen möglich. Das Wissen über Zeitepochen und deren Auswirkungen kann vermittelt werden und es kann ein neues Verständnis füreinander entstehen.

 

7.    Der Wochenend-Workshop „Identität finden im Dialog von Körper, Geschichte und Zukunft“ bietet durch Körperarbeit die Möglichkeit, sich mit kollektiven Erlebnissen auseinander zu setzten. Die Suche nach einer ost-bzw. westdeutschen Identität steht im Mittelpunkt und wirft die Frage auf, ob es schon eine gesamtdeutsche Identität gibt oder welche Schritte es dazu noch benötigt. Eingeladen sind neben der 2.und 3. Generation Ost auch Folgegenerationen. Sie repräsentieren die Zukunftsmöglichkeiten und hinterfragen politische Systeme und Entwicklungen.

 

Diese Veranstaltungen wurden teilweise mehrfach in der Zukunftsschmiede durchgeführt. Sie können angefragt werden bei Bärbel Benkert: baerbel.benkert@limus-zukunftsschmiede.de H.017622831721

 
 
 

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